Rossfeld Panoramastraße, DE

Anstieg
1046 hm
Distanz Anstieg
10.7  km
max. Steigung
15 %
ø Steigung
9.8 %

Die Rossfeld Panoramastraße ist ab Unterau bei Berchtesgaden ein HC-Climb über 10,7 km und 1.046 Höhenmeter mit durchschnittlich 9,8 % Steigung, in der Spitze 15 %. Die Mautstraße führt teils direkt an der Grenze zu Österreich entlang bis auf 1.560 m. Sie gehört zu den höchsten Straßen Deutschlands.

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Bucket-List Print: Rossfeld Panoramastraße

Die Roßfeldhöhenringstraße, meist Rossfeld Panoramastraße genannt, ist die höchstgelegene durchgehende Strasse Deutschlands. Eine mautpflichtige Ringstrasse hoch über Berchtesgaden, ganzjährig offen, mit Blick auf den Hohen Göll und hinüber nach Salzburg. Für Rennradfahrer ist sie vor allem eines: kurz und brutal steil. Vielleicht der schönste Wandanstieg, den Deutschland zu bieten hat.

Die Rossfeld Panoramastraße im Überblick

Die klassische Auffahrt startet in Unterau und klettert in rund 10,7 Kilometern etwa 1046 Höhenmeter zum Scheitel auf gut 1560 Metern. Im Schnitt 9,4 Prozent, in der Spitze bis zu fünfzehn Prozent. Das ist kein Pass zum Reinrollen, das ist von der ersten Kehre an Arbeit. Oben verläuft die Strasse als Ring, die Scheitelstrecke liegt teils schon auf österreichischem Boden, und auf der anderen Seite geht es hinunter nach Berchtesgaden.

Die Auffahrt von Unterau

Der Rossfeld nimmt sich keine Anlaufzeit. Schon der erste Kilometer ab Unterau steht bei rund zehn Prozent, und der Anstieg bleibt durchgehend in diesem Bereich, ohne echtes Flachstück. Acht bis zehn Prozent sind die Regel, kein Kilometer schenkt dir etwas.

Das härteste Drittel liegt in der Mitte, etwa zwischen Kilometer sechs und acht, wo sich die Strasse auf elf bis dreizehn Prozent aufrichtet. Hier entscheidet sich, ob die Einteilung gepasst hat. Erst auf den letzten ein, zwei Kilometern zum Scheitel lässt der Druck nach, und dann steht man oben, mit einem Panorama, das den Schmerz schnell vergessen lässt.

Geschichte und Deutsche Alpenstraße

Die Roßfeldhöhenringstraße war als krönender Abschluss der Deutschen Alpenstrasse gedacht. Begonnen wurde der Bau 1938, fertiggestellt aber erst Mitte der 1950er Jahre. Mit maximal 1570 Metern ist sie bis heute die höchste durchgehende Strasse Deutschlands. Die mautpflichtige Ringstrasse führt über das Roßfeld, einen nördlichen Auslaufer des Hohen Göll, zwischen Salzachtal im Osten und dem Schellenberger Tal im Westen.

Sportgeschichte schrieb der Berg lange motorisiert. Bis 1970 fanden auf einem Abschnitt der Strasse die legendären Roßfeldrennen statt, Bergrennen, die in den 1960ern sogar zur Sportwagen-Weltmeisterschaft zählten. Heute lebt diese Tradition mit Oldtimern weiter. Wer mit dem Rad hochfährt, teilt sich den Asphalt also mit einer Menge Renngeschichte.

Praktische Tipps

Anders als die grossen Alpenpässe ist der Rossfeld ganzjährig geöffnet, gefahren wird er trotzdem am besten von Frühjahr bis Herbst. Die Strasse ist mautpflichtig, für Radfahrer aber frei. Eine frühe Startzeit lohnt sich, dann ist oben weniger Autoverkehr und das Licht über den Bergen am schönsten.

Verpflegung gibt es unten in Berchtesgaden und am Berg an den Gasthöfen entlang der Ringstrasse. Wegen der konstanten Steilheit ist eine leichte Übersetzung Gold wert, hier nützt kein Schwung, hier zählt nur die Gangwahl. Wer mag, hängt die Auffahrt zum Kehlsteinhaus oder eine Runde am Königssee dran.

Wie schlägt sich der Rossfeld?

Der Rossfeld ist Deutschlands Antwort auf die steilen Wände der Alpen. Er ist kürzer und niedriger als die grossen Brocken, aber im Schnitt steiler als der lange Grossglockner drüben in Österreich. An die pure Gnadenlosigkeit des Kitzbüheler Horns reicht er nicht ganz heran, aber die Mischung aus konstanter Steilheit, kurzer Distanz und grossem Panorama macht ihn zu einem der besten Anstiege nördlich der Alpen.

Mitte Mai 2020 sind wir die Strecke zum ersten Mal gefahren und waren unglaublich fasziniert von den diversen Aussichten entlang der Strecke. Der Anstieg von Unterau kommend ist relativ steil (9-10% im Schnitt) aber erträglich und mit genau 1 km Länge auch eine sportliche Herausforderung. Vielleicht der beste Climb in Deutschland …

Street with a view.

Der Rossfeld gehört für uns zu den Climbs, die man als Steilrampen-Fan einmal gefahren haben muss. Wer ihn sich an die Wand holen will, findet ihn auf unseren 100-Climbs-Postern.

Wie steil ist die Rossfeld Panoramastraße?

Von Unterau aus klettert die Strasse im Schnitt 9,4 Prozent, mit Rampen bis zu fünfzehn Prozent. Ein echtes Flachstück gibt es auf der gut 10,7 Kilometer langen Auffahrt nicht, die Steilheit ist über die ganze Länge konstant.

Ist die Rossfeld Panoramastraße für Radfahrer mautpflichtig?

Nein. Die Maut gilt für Autos und Motorräder, Radfahrer fahren frei. Die Strasse ist zudem ganzjährig geöffnet, anders als die meisten hohen Alpenpässe.

Wie hoch ist die Rossfeld Panoramastraße?

Der höchste Punkt liegt bei rund 1560 bis 1570 Metern. Damit ist sie die höchste durchgehende Strasse Deutschlands. Die Scheitelstrecke verläuft teils schon auf österreichischem Staatsgebiet.