780 hm
Anstieg
10.7 km
Distanz Anstieg
14 %
max. Steigung
7.3 %
ø Steigung
Der Giau ist der Dolomiten-Pass, der alle anderen alt aussehen lässt. Nicht weil er der härteste ist. Sondern weil sich auf den letzten Kilometern ein Panorama öffnet, das man nicht mehr vergisst. Civetta, Marmolada, Pelmo, alles auf einmal.
Die Strecke
Von Pocol oberhalb Cortina d’Ampezzo sind es 10,7 km mit 780 Höhenmetern. 7,3% Durchschnitt, maximal 14%. Die Nordseite startet gemächlich: die ersten 3 Kilometer durch Nadelwald bei 5-6%. Zeit zum Warmfahren.
Ab Kilometer 4 zieht der Gradient an. 8-9%, vereinzelt 10%. Die Kehren werden enger, der Wald lichtet sich. Bei Kilometer 7 kommt die Baumgrenze. Ab hier fährt man über offene Almwiesen mit direktem Blick auf die Dolomiten-Gipfel. Die letzten 2 Kilometer haben die steilsten Rampen: bis zu 14%, kurz aber heftig. Dazwischen immer wieder Passagen bei 6-7% zum Erholen.
Auf der Passhöhe (2.236 m): ein kleines Rifugio, Kühe auf der Wiese, und Stille. Die Abfahrt nach Selva di Cadore auf der Südseite ist steil, technisch und wunderschön. 9,9 km mit bis zu 16% Gefälle.
Geschichte und Radsport
Der Giau ist seit den 1990ern regelmäßig im Giro d’Italia. Kein einzelner legendärer Moment dominiert die Geschichte, aber der Pass ist gefürchtet weil er oft spät in harten Dolomiten-Etappen kommt. Nach Fedaia, Pordoi oder Falzarego noch den Giau draufsetzen: das bricht Beine.
Der Maratona dles Dolomites, einer der größten Radmarathons der Welt, führt jedes Jahr über den Giau. 9.000 Teilnehmer, Startplätze verlost. Wer mitfährt, weiß warum dieser Pass auf der Liste steht.
Tipps für Radfahrer
Beste Zeit: Juni bis September. Im Juni liegt manchmal noch Schnee am Rand, die Straße ist aber frei. Die Nordseite ab Pocol hat wenig Verkehr. Start in Cortina, 5 Minuten Auffahrt nach Pocol, dann beginnt der eigentliche Anstieg.
Wasser in Cortina vor dem Start. Oben am Rifugio gibt es Kaffee und Kuchen. Kompaktkurbel empfohlen, die 14% Rampen am Ende kommen nach 8 km Vorbelastung. Die Abfahrt nach Selva di Cadore hat blinde Kurven und steile Passagen. Aufmerksam bleiben.

