Kitzbüheler Horn, AUT

1213 hm
Anstieg

9.9  km
Distanz Anstieg

22.4 %
max. Steigung

12.3 %
ø Steigung

Black & White 100: Grand Tour Edition DIN A1 Poster

Bucket-List Print: Kitzbüheler Horn

Das Kitzbüheler Horn ist Österreichs steilster Rennrad-Berg. Die Panoramastraße von Kitzbühel zum Alpenhaus ist das Gegenteil eines Alpenpasses: kein Transit, keine Kehrenromantik, nur eine Wand mit Asphalt drauf. Wer danach noch kann, fährt die schmale Gipfelstraße weiter bis unter den Sendeturm auf fast 2000 Metern.

Das Horn im Überblick

Ab Kitzbühel sind es 9,9 Kilometer und 1213 Höhenmeter bis auf 1970 Meter, im Schnitt gut zwölf Prozent, in der Spitze 22,4 Prozent. Kategorie HC. Die berühmte Renndistanz beginnt in Höglern: gut sieben Kilometer zum Alpenhaus auf 1670 Metern mit durchschnittlich 12,5 Prozent. Danach folgt die Gipfelstraße, noch einmal gut zwei Kilometer mit über 300 Höhenmetern.

Routenbeschreibung

Der erste Kilometer aus Kitzbühel täuscht mit sieben Prozent noch Normalität vor. Ab Kilometer zwei stehen konstant zwölf bis dreizehn Prozent an, und das Profil kennt ab da praktisch keine Pause: kaum eine Stelle unter zehn Prozent, dafür um Kilometer sieben die härteste Passage mit einer 500-Meter-Rampe um 17 Prozent. Die berüchtigten 22,4 Prozent warten am Schlussanstieg oberhalb der Goinger Alm.

Am Alpenhaus ist das offizielle Renn-Ziel, aber nicht das Ende. Die schmale Gipfelstraße legt bis zum Alpenblumengarten unter dem Sendeturm noch einmal nach. Oben steht man auf 1970 Metern, mit den Kitzbüheler Alpen, dem Wilden Kaiser und an klaren Tagen halb Tirol im Blick.

Geschichte und Rennsport

Das Horn ist der Mythos der Österreich-Radrundfahrt. Die erste Bergankunft gab es 1974, als kurzes Berg-Zeitfahren, seit 2000 ist die Auffahrt zum Alpenhaus die Königsetappe der Rundfahrt. Der Bergrekord steht seit 2007: Thomas Rohregger fuhr von Höglern zum Alpenhaus in 28:24 Minuten. Georg Totschnig nannte das Horn einen der schwierigsten Anstiege im internationalen Radsport, vergleichbar mit Alpe d’Huez.

Dazu kommt das Internationale Kitzbüheler-Horn-Radrennen, das es seit 1971 gibt, bis 1995 als „Grosser Bergpreis von Europa“ mit Siegern wie Lucien van Impe und Beat Breu. Heute wird es jeweils Ende Juli als Bergzeitfahren für Lizenz- und Hobbyfahrer ausgetragen. Am Berg ist eine fixe Zeitnehmung installiert, wer mag, fährt also jederzeit um seine eigene Bestzeit.

Praktische Tipps

Die Panoramastraße ist von Ende Mai bis Anfang November geöffnet und mautpflichtig für Autos und Motorräder, entsprechend ruhig ist der Verkehr. Übersetzung: so klein wie möglich, 34×32 ist hier keine Schande. Unten im Tal kann es im Hochsommer heiss werden, früh starten. Und die Abfahrt ernst nehmen: zwölf Prozent und mehr bergab verlangen den Bremsen alles ab.

Wie schlägt sich das Horn?

Gegen die Ötztaler Gletscherstraße ist das Horn kürzer, aber noch steiler: Dort hält die Höhe dagegen, hier die Prozente. Und gegen die Rossfeld Panoramastraße bei Berchtesgaden, ebenfalls eine Panorama-Mautstraße, ist das Horn schlicht eine andere Gewichtsklasse. Österreichs steilster Asphalt bleibt eine Klasse für sich.

Das Kitzbüheler Horn gehört zu den Top 50 unserer 100 Climbs, auf den 100-Climbs-Postern und auf der kompakten 50er-Edition.

Wie steil ist das Kitzbüheler Horn?

Die Renndistanz von Höglern zum Alpenhaus hat durchschnittlich 12,5 Prozent, die Steigung fällt kaum unter zehn Prozent. Die steilste Stelle am Schlussanstieg misst 22,4 Prozent. Damit gilt das Horn als steilster Rennrad-Berg Österreichs.

Kann man bis zum Gipfel des Kitzbüheler Horns fahren?

Fast. Die Mautstraße endet am Alpenhaus auf 1670 Metern, danach führt die schmale Gipfelstraße weiter bis zum Alpenblumengarten unter dem Sendeturm auf rund 1970 Metern. Der Hauptgipfel selbst liegt auf 1996 Metern.

Was ist der Bergrekord am Kitzbüheler Horn?

Thomas Rohregger fuhr 2007 bei der Österreich-Rundfahrt von Höglern zum Alpenhaus in 28:24 Minuten. Für Hobbyfahrer ist am Berg eine permanente Zeitnehmung installiert.