1753 hm
Anstieg
21.5 km
Distanz Anstieg
12 %
max. Steigung
8.2 %
ø Steigung
Österreichs berühmteste Bergstraße. 48 Kilometer, 36 Kehren, und am Ende steht man auf 2.504 Metern mit direktem Blick auf den Großglockner, den höchsten Berg des Landes. Kein anderer Alpenpass verbindet so viel Infrastruktur mit so viel Wildnis.
Die Strecke
Die klassische Rennrad-Auffahrt startet in Bruck an der Großglocknerstraße (Salzburger Seite). 22 km, 1.570 Höhenmeter, durchschnittlich 7,1% Steigung. Die Straße ist breit, perfekt asphaltiert und gut beschildert. Kein Wunder: sie ist eine Mautstraße und wird entsprechend gepflegt.
Die ersten 8 Kilometer bis zur Mautstelle steigen gleichmäßig mit 6-7%. Ab der Mautstelle wird es alpiner. Die Kehren werden enger, der Gradient zieht auf 8-10% an. Am Fuscher Törl (2.428 m) öffnet sich der erste Blick auf die Glocknergruppe. Von hier sind es noch 4 km zur Edelweißspitze oder zum Hochtor-Tunnel.
Die Kärntner Seite (von Heiligenblut) ist kürzer aber steiler: 13,6 km, 1.301 Höhenmeter, Passagen über 12%. Weniger Verkehr, rauer, wilder.
Wer die volle Erfahrung will, fährt die Stichstraße zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (2.369 m). Dort steht man direkt vor der Pasterze, dem größten Gletscher Österreichs.
Geschichte und Radsport
Die Straße wurde 1935 eröffnet und ist seitdem ein Symbol der österreichischen Alpen. Im Radsport war sie lange kein Klassiker, wird aber seit den 2010er Jahren häufiger für Jedermann-Rennen und Radmarathons genutzt. Der Glocknerkönig ist das bekannteste Rennen: 1.400 Höhenmeter, Massenstartformat, jedes Jahr ausverkauft.
Die Tour of Austria hatte den Großglockner mehrfach im Programm. Aber die wahre Anziehungskraft liegt nicht im Profiradsport. Sie liegt in der Straße selbst.
Tipps für Radfahrer
Maut: Radfahrer zahlen ca. €8 (Stand 2025). Die Straße ist von Mai bis Oktober geöffnet, abhängig von der Schneelage. Beste Zeit: Juni oder September. Im Juli und August ist die Straße mit Motorrädern, Wohnmobilen und Reisebussen voll. Wochenenden meiden.
Starte früh (vor 8 Uhr), dann bist du vor dem Maut-Ansturm oben. Oben wird es kalt: auch im Sommer unter 10°C. Jacke und Armlinge sind Pflicht. Wasser an der Mautstelle und am Fuscher Törl. Die Abfahrt nach Heiligenblut ist technisch anspruchsvoll: enge Kehren, Tunnel, Gegenverkehr.
2019 bin ich erstmals die Hochalpenstraße von Fusch kommend gefahren. Aufgewachsen mit der Österreich-Rundfahrt war der Glockner-König immer ein schier unerreichbares Vorbild. Und dann ist es passiert: man darf sich selber fühlen wie ein Glockner-König.

