Col du Galibier, FRA

1220 hm
Anstieg

17.6  km
Distanz Anstieg

11 %
max. Steigung

6.9 %
ø Steigung

2.642 Meter. Einer der höchsten asphaltierten Pässe der Alpen. Der Galibier trennt das Maurienne-Tal vom Briançonnais und ist seit über 100 Jahren Pflichtprogramm der Tour de France. Am Gipfel steht ein Denkmal für Henri Desgrange, den Erfinder der Tour. Passender geht es nicht.

Die Strecke

Die klassische Auffahrt startet in Valloire. 17,6 km, 1.220 Höhenmeter, durchschnittlich 6,9% Steigung. Die ersten Kilometer aus dem Ort heraus sind moderat, 5-6%. Ab Plan Lachat wird es ernster: der Gradient zieht auf 8-9% an und bleibt dort.

Der Col du Télégraphe (1.566 m) liegt 12 km vor dem Galibier und wird oft als Vorstufe gefahren. Wer den Télégraphe mitrechnet, kommt auf 34 km und über 2.000 Höhenmeter am Stück. Zwischen beiden Pässen liegt Valloire als kurze Verschnaufpause.

Die letzten 2 Kilometer unter dem Gipfeltunnel sind die härtesten. Exponiert, windig, oft über 10%. Der Tunnel selbst ist für Radfahrer gesperrt. Die Passstraße führt über die alte Route oberhalb des Tunnels zum Gipfel. Oben: Stille, Weite, und bei klarem Wetter ein Blick bis zum Mont Blanc.

Geschichte und Radsport

Seit 1911 in der Tour de France, über 60 Mal befahren. Der Galibier war oft der entscheidende Pass vor der Bergankunft auf Alpe d’Huez oder dem Col du Granon. Hier hat Pantani 1998 attackiert. Hier hat Nibali 2014 die Tour übernommen.

Das Denkmal für Henri Desgrange auf der Passhöhe erinnert daran, dass dieser Berg die Tour de France definiert hat. Desgrange nannte den Galibier einmal den erhabensten aller Pässe.

Tipps für Radfahrer

Die Passstraße ist von Juni bis Oktober geöffnet. Beste Zeit: Juli oder September. Selbst im Hochsommer wird es oben kalt, 5-8°C sind normal. Windweste und Armlinge Pflicht.

Wasser in Valloire (letzter Ort) und am Col du Télégraphe. Danach nichts bis zum Gipfel. Für die Abfahrt Richtung Briançon unbedingt warme Schicht anziehen, 17 km bergab bei Gegenwind und Kälte.

Die Kombi Télégraphe + Galibier ist einer der besten Trainingstage in den Alpen. Wer noch mehr will: Abfahrt nach Bourg-d’Oisans und rauf auf Alpe d’Huez. Die legendäre Tour-Doppeletappe an einem Tag.

Eigene Erfahrung

Glücklicherweise hatten wir die Gelegenheit an einem der 2 autofreien Tage des Jahres über den Galibier zu fahren. Nur Fahrräder und der Anstieg. Durchaus erstaunlich, dass sich sogar an einem solchen Tag nicht wahnsinnige Massen an Menschen über diesen prominenten Gipfel quälen. Wir fuhren von Le Monêtier-les-Bains bis nach Valloire bzw. den Col du Télégraphe. Und auch wieder zurück.