622 hm
Anstieg
8.5 km
Distanz Anstieg
10 %
max. Steigung
7.3 %
ø Steigung
Der Col de la Croix ist einer jener Schweizer Pässe, die unter dem Radar fliegen und genau deshalb so lohnend sind. 622 Höhenmeter bei durchschnittlich 7.3% Steigung, eingebettet zwischen den Waadtländer Alpen und dem Rhonetal: Hier erwartet dich eine kompakte, fordernde Auffahrt mit alpinem Charakter, die du dir nicht mit Dutzenden Teamautos teilen musst.
Die Strecke
Die Auffahrt startet in Les Diablerets auf rund 1157 m und führt über 8.5 km hinauf zum Scheitelpunkt auf 1779 m. Die ersten Kilometer rollen moderat an, mit Steigungen zwischen 5% und 7%, während du das Dorf hinter dir lässt und die Strasse in offenes Weideland übergeht. Ab etwa Kilometer 3 zieht der Gradient spürbar an und pendelt sich auf 8% bis 9% ein.
Der anspruchsvollste Abschnitt wartet im letzten Drittel: Hier erreichen einzelne Rampen die Maximalsteigung von 10%, während sich die Strasse in engen Kehren durch felsiges Gelände nach oben schraubt. Der Belag ist durchgehend in gutem Zustand, die Fahrbahn allerdings nicht besonders breit. In den oberen Kehren öffnet sich der Blick auf die umliegenden Gipfel und hinunter ins Tal Richtung Bex. Die letzten Meter vor der Passhöhe flachen leicht ab, sodass du oben noch genug Luft hast, die Aussicht auf die Diablerets-Gruppe zu geniessen.
Die Abfahrt nach Bex ist mit ihren zahlreichen Haarnadelkurven technisch anspruchsvoll und verlangt volle Konzentration. Der Höhenunterschied auf der Westseite ist deutlich grösser, was lange Bremspassagen bedeutet.
Geschichte und Radsport
Der Col de la Croix hat keine grosse Tour-de-France-Geschichte, dafür ist er fest im Programm der Tour de Romandie verankert. Mehrfach diente der Pass als Übergang in Bergetappen, die über die Waadtländer Alpen führten. Auch bei der Tour de Suisse tauchte er bereits im Roadbook auf.
Die Region rund um Les Diablerets und Villars hat sich in den letzten Jahren als Trainingsgebiet für Profiteams etabliert. Der Col de la Croix eignet sich mit seiner überschaubaren Länge und konstanten Steigung ideal für intensive Schwellenarbeit. Für Hobbyrennfahrer bietet er die Möglichkeit, den Pass mit dem nahen Col de la Mosses oder dem Col du Pillon zu einer Runde zu kombinieren, die locker 2000 Höhenmeter erreicht.
Tipps für Radfahrer
Die beste Zeit für den Col de la Croix liegt zwischen Juni und September. Der Pass ist im Winter gesperrt, und selbst im Frühsommer können Schneereste am Strassenrand liegen. Checke vor der Fahrt den aktuellen Öffnungsstatus.
Der Verkehr hält sich auf der Strecke in Grenzen, da die meisten Autos die Hauptachse über den Col du Pillon nehmen. Trotzdem ist Vorsicht in den engen Kehren geboten. Eine Übersetzung von 34/28 reicht für die meisten Fahrer aus, bei den 10%-Rampen wirst du sie brauchen. Wasser gibt es in Les Diablerets, auf der Strecke selbst findest du keine Versorgungsmöglichkeit. Nimm mindestens eine volle Flasche mit, bei Hitze besser zwei.
