Albulapass, CH

1344 hm
Anstieg

21.7  km
Distanz Anstieg

12 %
max. Steigung

6.2 %
ø Steigung

Black & White 100: Grand Tour Edition DIN A1 Poster

Bucket-List Print: Albulapass

Der Albulapass verbindet Bergün im Albulatal mit La Punt im Oberengadin, auf 2315 Metern, mitten in den Bündner Albula-Alpen. Ein hoher, stiller Pass, den die meisten nur aus dem Zug kennen. Unter der Passstrasse läuft der Albulatunnel der Rhätischen Bahn, und die Bahnstrecke darüber gehört zum UNESCO-Welterbe. Die Strasse selbst ist schmal, im Winter gesperrt und führt über gut 21 Kilometer und mehr als 1300 Höhenmeter hinauf. Kategorie HC.

Der Albulapass im Überblick

Gefahren wird von Filisur aus, hinauf durch Bergün und weiter zur Passhöhe. Rund 21,7 Kilometer, etwa 1344 Höhenmeter, im Schnitt 6,2 Prozent, in der Spitze bis zu zwölf Prozent. Das Schild oben nennt 2315 Meter, die Wikipedia 2312. Der Bezugspunkt für Höhenmessungen hat sich in der Schweiz geändert, nach dem aktuellen Verfahren ist die kleinere Zahl die korrekte. Für die Beine macht das keinen Unterschied. Nach Süden fällt der Pass dann ins Oberengadin nach La Punt ab.

Die Auffahrt von Filisur

Der Einstieg ab Filisur bleibt lange zahm. Die ersten Kilometer ziehen mit zwei bis vier Prozent durchs Tal, bevor sich kurz vor Bergün eine Rampe auf rund zwölf Prozent aufstellt, die steilste Stelle des ganzen Anstiegs. In Bergün, auf knapp 1400 Metern, flacht es wieder ab, fast ein Kilometer zum Verschnaufen.

Danach beginnt der eigentliche Pass. Ab etwa Kilometer neun legt die Strasse konstant acht bis neun Prozent an und hält das über die langen Kehren des oberen Teils. Der Wald weicht offener Hochgebirgslandschaft, die Luft wird dünn. Erst auf den letzten zwei Kilometern lässt die Steigung nach und gibt den Blick auf die Passhöhe frei.

Geschichte und Bahn

Der Albula ist ein alter Saumweg. 1695 sprengten die Bürger von Bergün die schwierigste Stelle am Bergünerstein aus dem Fels. Der Albula war damals die Ausweichroute, wenn Julier und Septimer dicht waren. Seine verkehrstechnische Bedeutung verlor der Pass mit der Eisenbahn. 1903 ging die Albulabahn der Rhätischen Bahn in Betrieb, die in kühnen Kehrtunneln und über Viadukte unter dem Pass hindurchführt. Diese Strecke ist heute UNESCO-Welterbe.

Im Rennsport spielt der Albula eine Nebenrolle. Die Tour de Suisse schickt das Feld gelegentlich hinauf, gut ein Dutzend Mal in ihrer Geschichte. Berühmter ist der Pass im Winter. Zwischen Preda und Bergün wird die gesperrte Albulastrasse dann zur längsten Natur-Schlittelbahn Europas, sechs Kilometer auf Schlitten statt auf Reifen.

Praktische Tipps

Die Saison ist kurz. Wegen Lawinengefahr ist der Pass von November bis Juni gesperrt, fahrbar ist er also grob von Juli bis Oktober. Wer auf Nummer sicher gehen will, plant Hochsommer ein.

Die Strasse ist schmal, aber seit dem Bau des Bahntunnels wenig befahren, und genau das macht den Albula angenehm ruhig. Verpflegung gibt es in Bergün auf halber Höhe sowie unten in Filisur und La Punt. Wer mit der Rhätischen Bahn anreist, kann die Auffahrt gut mit der Zug-Logistik kombinieren, Velo-Mitnahme inklusive.

Wie schlägt sich der Albula?

Unter den Bündner Hochpässen ist der Albula der Unaufgeregte. Er ist länger und gleichmässiger als der steilere Flüelapass ein Tal weiter, und er klettert höher hinauf als die meisten seiner Nachbarn. Wer die grossen, offenen Schweizer Pässe mag, findet im Sustenpass dieselbe Liga: lang, hoch, landschaftlich grandios. Der Albula hat dazu die Stille, die ihm der Tunnel unter ihm geschenkt hat.

Der Albula gehört zu den Pässen, die man wegen der Landschaft fährt, nicht wegen der Steigungsprozente. Wer ihn sich an die Wand holen will, findet ihn auf unseren 100-Climbs-Postern, die Top-50-Edition gibt es zusätzlich im kompakteren Format.

Wie hoch ist der Albulapass?

Die Passhöhe liegt auf 2315 Metern laut Schild, nach dem aktuellen Schweizer Messverfahren auf 2312 Metern. So oder so zählt der Albula zu den hohen Bündner Alpenpässen und trägt die Kategorie HC.

Wann ist der Albulapass für Rennradfahrer offen?

In der Regel von Juli bis Oktober, abhängig von der Schneelage. Von November bis Juni ist der Pass wegen Lawinengefahr gesperrt. Im Winter wird der gesperrte Abschnitt zwischen Preda und Bergün zur Schlittelbahn.

Wie schwer ist die Auffahrt von Filisur?

Mit 21,7 Kilometern und 1344 Höhenmetern ist der Albula ein langer Anstieg, im Schnitt aber moderate 6,2 Prozent. Die steilste Rampe mit rund zwölf Prozent liegt kurz vor Bergün, der Rest klettert gleichmässig. Lang, aber gut einteilbar.